Institut für Sportwissenschaft
Willkommen im Arbeitsbereich "Sport und Gesellschaft"
Gesellschaftliche Ordnungen werden in sozialen Praktiken (re-)produziert und verändert. In diesen Prozessen bilden sich zugleich deren Subjekte. Zentraler ‚Schauplatz‘ der Subjektkonstitution ist der Körper. In der praktisch-körperlichen Auseinander-setzung mit den materiellen wie symbolischen Kräften der sozialen Welt formt sich das menschliche Wesen zu einem Subjekt, ausgestattet mit bestimmten Dispositionen des Verhaltens und des Wahrnehmens, des Erkennens, Beurteilens und Wissens, des Denkens und des Fühlens. Die Konsistenz dieser Dispositionen hängt von der Konsistenz der Praktiken ab, in denen sie ausgebildet werden. Die Ordnungen und ihre Subjekte sind mithin nicht statisch sondern dynamisch; sie unterliegen historischen Veränderungen. Ihre Entstehung und Veränderung in über-individuellen, miteinander verflochtenen Praktiken lässt sich besonders gut am Sport beobachten: Aufgrund ihrer raum-zeitlichen Rahmung und der Öffentlichkeit (Beobachtbarkeit) ihrer Vollzüge ist die sportliche Praxis eine ausgezeichnete Versuchsanordnung zur Untersuchung der wechselseitigen Konstitution von Kollektivität und Subjektivität, von sozialen Ordnungen, Körperlichkeit und praktischer Intelligenz. Darüber hinaus gestattet sie es auf besondere Weise, Probleme des Handelns und der sozialen Abstimmung unter Bedingungen der Unsicherheit zu modellieren.
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